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Ebenfalls auf dem linken Garonne-Ufer gelegen, schließt sich der
3.200 Hektar Rebfläche umfassende Bereich Graves im Süden an das
Médoc an. Historisch gesehen hat Bordeauxwein seinen Ursprung in
diesem Gebiet. Jedoch wurde 1855 nur ein einziges Weingut aus Graves
offiziell klassifiziert: Das Château Haut-Brion, dessen Weine -
rot und weiß - unbestreitbar zu den besten des Bordelais zählen.
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Erst über 100 Jahre später kam es zu einer offiziellen Klassifizierung
der wichtigsten Graves-Weingüter (siehe Special: Die offiziellen
Klassifikationen der Bordeauxweine). Bei der Benennung von Crus
Bourgeois-Weinen blieb die Appellation ausgeschlossen.
Mit 40% ist der Weißweinanteil des Bereichs relativ hoch. Viele
Weingüter erzeugen Weine aus den Rebsorten Sauvignon Blanc, Sémillion
und Muscadelle. Dabei konzentriert sich die Weißweinproduktion vor
allem auf den südlichen Teil von Graves.
- Im nördlichen Viertel, in der
Gemeindeappellation Pessac-Léognan, wird hauptsächlich
Rotwein, jedoch auch ausgezeichneter Weißwein erzeugt. Die Qualität
der Weine ist durchweg höher als im Süden.
- Der Geschmack der Weine im südlichen
Teil ist angenehm bis ausgezeichnet, erreicht jedoch sehr selten
Spitzenqualität. Sie haben Schwierigkeiten, sich auf dem Markt
gegenüber den Weinen aus Pessac-Léognan durchzusetzen. Die Weißweine
können trocken (sec) bis lieblich (moelleux) sein.
Regen Gebrauch macht man inzwischen
auch hier vom Einsatz kleiner Eichenholzfässer, in denen viele Weißweine
vergoren und Rotweine sowie Weißweine ausgebaut werden. |
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