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Der
erzbischöfliche Sitz in Mizque (Cochabamba) benötigte Wein zum Feiern
des Abendmahls. Von dort aus breitete sich der Weinbau in andere
Täler aus.
Die Technik, von der die spanischen Weinerzeuger in dieser
Zeit Gebrauch machten, war noch relativ einfach. Die Vergärung fand
in Tongefäßen verschiedener Größe statt. Schritt für Schritt ersetzte
man den Import von Wein aus Europa durch Eigenerzeugnisse. Das Zentrum
der Weinerzeugung lag in den Tälern südlich von Potosi. Potosi war
in der Zeit der Kolonialherrschaft eine der wichtigsten Handelsstädte
des Landes.
Bis
1960 erfolgte der Weinbau ausschließlich in kleinbäuerlichen Strukturen
mit traditionellen Anbaumethoden. Dabei werden die Reben an Molle-Bäumen
(Schinus molle) hochgezogen und in einer Reihenkultur zwischen
Molle-Bäumen kultiviert.
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