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Valdepeñas - Die Wurzeln der aufstrebenden Weinregion (Fortsetzung)
Seinen wirtschaftlichen Höhepunkt erreichte die Weinregion
erst im neunzehnten Jahrhundert. Der Clarete, ein leichter, frischer
Mix aus Weißwein mit 20 Prozent Rotwein. verkaufte sich mit riesigem
Erfolg und brachte der Region an der Grenze zu Andalusien Weltruhm
ein. Sie blieb zwar auch nicht von der Reblaus verschont, aber verfügte
über große Weinvorräte, denn der tonige Boden war schon immer sehr
fruchtbar. Und die rote Cencibel, besser unter dem Synonym Tempranillo
bekannt, die der Calatravaorden nach der Reconquista aus dem Burgund
ins Land holte, kommt mit der sommerlichen Hitze gut zurecht. Sie
hält sich wacker, wenn andernorts schon alle Trauben verdorrt sind.
Unter anderem auch deshalb, weil die Rebe auf einer Gesteinsschicht
aus Kalk wurzelt, die das Wasser ausgezeichnet speichert.

Rebsorte Cencibel: Sie ist vor allem unter dem Namen Tempranillo
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Nach der Reblauskatastrophe und den wirtschaftlichen
Einbußen entschieden sich die Winzer jedoch gegen die Cencibel
und bepflanzten die kahlen Weinfelder mit der viel ertragreicheren
Airén. Fortan lieferte die weiße Sorte massenweise Billigweine
und vor allem Grundweine zum Verspriten. Heute hat im Valdepeñas
wieder die Cencibel resprektive Tempranillo die Nase vorn und
bedeckt etwa sechsundachtzig Prozent der Rebfläche. Auf Vormarsch
sind ebenso Cabernet Sauvignon und Merlot. Auch Garnacha und
Pinot noir werden versuchsweise angebaut. |
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